Ein Dolchstoß für die Inselbewohner von Lesbos

Absolut verantwortungslos versetzt BILD. de den Menschen auf der Insel Lesbos mit einem Video den Dolch-Stoß

Unwürdig ist diese heutige Präsentation über Lesbos auf Bild. de.

Unverantwortlich gegenüber den Menschen auf Lesbos,  präsentiert heute die Bild.de unter TOP VIDEO  einen selfie  von Paul Ronzheimer und dann noch im 360 Grad Format. Titel: Die Todes- Insel oder die Insel der toten Flüchtlinge.

Herr Kollege Paul Ronzheimer, was haben Sie sich dabei gedacht? Nur an ihre Aufreißer und die Verkaufszahlen.
Dieses Video von Bild.de ist absolut verantwortungslos.

Lesbos ist einer der schönsten Inseln in Griechenland.

Die Natur und die Herzen der Menschen trotzen jeglichen Krisen. „Die Menschen helfen bedingungslos, den Menschen, die in Not sind“.


Dieses Video wirkt als würde man ein Portrait über einen Menschen schreiben und nur über seine Exkremente berichten und diese auch noch von allen Seiten filmen.
Die Menschen, die in ihrer größten Not auf Lesbos ankommen, werden von den Inselbewohnern als Schutzsuchende betrachtet und behandelt.

Das Wort: Flüchtlinge verwendet man nicht. Hier nennt man sie:

„Die Menschen die aus dem Meer kommen“

Die Menschen von Lesbos, wurden  und werden derzeit mit der Flut von ankommenden Menschen auf der Flucht, von „REST- EUROPA“ alleine gelassen!!! Das ist Fakt!

Und sie helfen Alle, nicht nur die in den Medien erwähnten Organsiationen. Die Hauptlast wird von den Inselbewohnern geschultert.

In „REST- EUROPA“ mutieren diese „Menschen in Not“ nur noch zu Zahlen und Störfaktoren.

Das Thema: „Nummerierungen“ hatten wir schon in unserer deutschen Geschichte. Wir sollten sehr vorsichtig sein!

Wovon sollen die Menschen auf Lesbos in Zukunft leben?

Das Damoklesschwert schwebt über Lesbos.

Soll Lesbos zu einer Art Alcatraz für Flüchtlinge werden?
Der moderate Tourismus, war bisher eine der größten Einnahmequellen für die Inselbewohner.
Ich klage ebenso die Reise-Veranstalter und Fluglinien an, die verantwortungslos Ihre Programme und Flüge nach Lesbos gestrichen haben.
Ich fordere Bild.de  auf  als Wiedergutmachung für Lesbos, das dieses Video entfernt wird und eine mehrseitige Berichterstattung oder einen Video über die Schönheit der Insel erfolgt.
Und Berichte über die uneigennützige Hilfsbereitschaft, der unzähligen Inselbewohner, damit „REST- EUROPA“ mal ein Vorbild und eine Orientierung hat, wie man mit den Menschen in Not umgehen kann. Und zwar mit offenen Armen und offenen Herzen.

Ich fordere Unterstützung für Lesbos.

Für all das Entsorgen der Müllberge von Rettungswesten und Überresten von Booten !!! Und die Sicherung des Lebensunterhaltes der Menschen auf Lesbos.
Herr Ronzheimer, für Sie ist oder war es nur eine Story. Aber es geht um die Existenz von Menschen!!!! Ein kleines Beispiel: Die vielen Menschen, die bisher im Tourismus auf der Insel arbeiteten, werden natürlich keine Jobs mehr haben – nach solchen „Propaganda selfies“ wie dem ihrem. Weil keine Touristen mehr kommen werden. Ergo: Keine Jobs das heißt keine Krankenversicherung und kein Arbeitslosengeld.

Text: Rena Hoffmann
Journalistin

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  1. Es ist echt eine Sauererei Lesbos als Todesinsel zu titulieren !!!! Lesbos ist eine traumhafte Insel! Die Flüchtlinge kommen nur auf der Nordost Küste an ! Habe ich alles im Sommer erlebt ! Sollen die Inselbewohner nur zusehen ? Sie brauchen den Tourismus , auf Lesbos ist er sowieso angeschlagen , jetzt auch noch dieser Bericht ! Ohne Worte

  2. Vangelis 25. Februar 2016 at 12:02 · ·

    Sehr geehrte Frau Hofmann,
    wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung und für Ihre ehrlichen Worte.
    Wenn wir Sie in irgendeiner Weise behilflich sein können, Bilder Berichte etc. bitte lassen Sie es uns wissen.
    Wir würden uns auch sehr freuen, über einen von Ihnen ausführlichen Bericht über Lesbos.
    Vangelis Gigkeris

  3. Hallo,

    wir kommen von unserem Urlaub von der Insel zurück. So saubere Strände schon vor der Saison, so aufmerksame Wirte, so freundliche Menschen (obwohl vielen defintiv das Wasser bis zum Hals steht), haben wir selten erlebt.
    Man kann richtig ruhige Tage auf der Insel erleben. Einerseits ruhig, schön für die Touristen, aber so leider so ruhig, dass es für so manchen Inselbewohner existenzeill unangenehm im nächsten Winter werden wird.
    Unser Fazit:
    Sehr abwechslungsreiche Landschaft, hohe Gastfreundschaft, (günstige Preise, muss man ja nicht jedem sagen), tolle Küche und natürlich, und da können die EU, die Banken, die Flüchtlingspolitik und niemand was dagegen unternehmen, TOLLES WETTER!!
    Liebe Grüße
    Maren und Ralf

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